Das Herz eines Lesers kann auch brechen!

Meine Lieben,

mittlerweile hat sich in mir so viel aufgestaut, dass ich einfach mal was loswerden muss. In den folgenden Zeilen, werde ich sehr viel schimpfen, aber dieses Recht nehme ich mir heraus, weil es MEIN BLOG ist und ich denke, da es mal nicht schadet einfach unverblümt ehrlich zu sein und zu sagen was stört, statt es ständig nur herunter zu schlucken. Also schnallt euch an, denn jetzt geht’s los oder schließt diese Seite einfach wieder 😉

Was mich wirklich stört, sind Menschen die bei Buchverlosungen oder Leserunden, ganz egal auf welcher Plattform, noch nicht mal eine Begrüßung zu Stande bringen. Ganz ehrlich Leute, was soll das? Ist es denn zu viel verlangt höflich zu sein?! Ihr wollt doch was oder? Warum sollte man euch ein Buch schenken, wenn ihr nur die Hand aufhaltet um Geld zu sparen oder schlimmer noch welches durch den Verkauf des Gewinns zu verdienen!

Habt ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, was es an Zeit und Mut kostet einen ÖFFENTLICHEN Beitrag zu erstellen? Ist euch überhaupt klar, was öffentlich bedeutet?! Es bedeutet, das JEDER wirklich JEDER Mensch auf dieser Welt, der einen Internetzugriff hat, diese Beiträge lesen kann. Wir Blogger, Rezensenten, Autoren und Verlage knallen da nicht einfach irgendwelche Sätze auf eure Bildschirme.

Auch nervt es mich, dass viele Gewinner einfach nur einstecken und dann nie wieder von sich hören lassen. Mir gefällt selbstverständlich auch nicht jedes Buch. Ich schäme mich sogar, wenn ich ein Buch abbrechen muss. Ganz einfach, weil ich ganzheitlich denke. DAS bedeutet sich folgendem bewusst zu sein: Es gibt nicht nur mich/euch und das Buch, sondern auch die Autoren, die da unendliche Arbeitsstunden investiert habt und andere Leser die sich von meiner Meinung beeinflussen lassen. Wenn ich nicht weiterlesen kann/will, dann schreibe ich das einfach dem Autor/ dem Veranstalter der Leserunde. So warten Autoren nicht sehnsuchtsvoll, auf Lesermeinungen. Menschen merken sich, wenn die verletzt werden und irgendwann folgen die Konsequenzen wie z.B. ausbleibende heißersehnte Fortsetzungen nach einem „fiesen“ Cliffhanger.

Zumindest bei mir und bei einigen anderen von denen ich weiß, ist es eine kleine Ewigkeitsarbeit, Beiträge zu verfassen, die tief aus dem Herzen kommt. Ich sitze teilweise 3 Stunden und mehr an einer Rezension. Ich lese, klebe die schönsten stellen mit Post it´s voll, heule, formatiere, zitiere, heule, mache eigene Bilder, zerre an diesen Bildern bis sie am richtigen Platz sind, verzweifle kurz und raffe mich wieder zusammen, schütte euch mein Herz aus und offenbare euch Gedanken die ich unter anderen Umständen niemals offenbaren würde.

Richtig schlimm finde ich auch diese verlogenen und gekauften Rezensionen, die man oft auf großen öffentlichen Plattformen findet. Sagt mal, schämt ihr euch nicht! so einen Humbug für Geld zu schreiben! Seid doch lieber still und geht putzen, bevor ihr so einen Mist abzieht um Geld zu verdienen! Da könnt ihr ja gleich eure Seele verkaufen! ***** Autoren sind Menschen mit Gefühlen, die ihre Träume, Fantasien und Erfahrungen mit uns Lesern teilen und ihr habt kein Recht sie in den Dreck zu ziehen und ihnen so den Mut zum Weitermachen zu zerstören.

Genau wie Leser, gibt es auch Autoren, die sich nicht korrekt verhalten. Da gibt es Autoren, die meinen sie müssten Buchverlosungen veranstalten und sich dann niemals zur Gewinnerbekanntgabe melden. HAllO?! Einige Bewerber sitzen, die Daumen zerquetschend, vor ihren Computern oder Handys, und hoffen und bangen. Niemand wird gerne enttäuscht. Mir bedeutet so ein Gewinn aus unterschiedlichen Gründen sehr viel und ich werde verständlicherweise nur ungerne verarscht. Oder noch schlimmer sind Autoren, die versprechen dir ein Buch zukommen zu lassen, das aber niemals ankommt und noch einen drauf setzten, indem sie nachfragen einfach strickt ignorieren. Auch ewige Diskussionen unter meinen Rezensionen, wenn auch andere Leser ihre Meinung äußern und meine Worte kommentieren, gehen mir total auf die nerven. Manchmal ist es auch einfach besser sie Finger still zu halten.

Wenn Ich mich bewerbe meine ich es ernst. Ich will das Buch wirklich lesen und erleben. Ich rezensiere für mein Leben gerne, weil ich finde, diese tollen Autoren muss man einfach unterstützen. Ich selbst kann nicht viel tun um Autoren unter die Arme zu greifen, aber rezensieren kann ich. Ich das tue ich liebend gerne auch mit blutendem Herzen, Rotznase, tränennassem Gesicht oder auch das ein oder andere mal mit Enttäuschung, die aber immer höflich und respektvoll formuliert ist. Einfach, weil es sich so gehört.

Und bitte bietet mir keine Möglichkeiten zur Unterstützung oder Mitarbeit an, wenn ich euch nie wieder meldet. Ich kann sowas absolut nicht leiden, weil ich es hasse, wenn ich Schwäche zugeben muss. Euer Mitleid und leeren Versprechen brauche ich nicht. Das weckt nur Hoffnung und ich habe bald keinen Tesa mehr um mein Herz zusammen zu kleben!

Liebe Autoren, wenn ihr nicht mit Menschen könnt, dann lasst es doch bitte bleiben, öffentliche Leserunden mit unfreundlichen Kommentaren zu starten. Ihr müsst euch nicht mit Menschen herumschlagen, wenn ihr es aus persönlichen Gründen einfach nicht könnt. Kluge Menschen und das sind die meisten Leser, verstehen sowas. Wollt ihr euer Buch trotzdem an den Leser bringen, macht Aktionstage, Buchverlosungen, überlasst das Marketing den Verlagen (dafür bezahlt ihr schließlich auch genug). Es gibt immer irgendwelche Möglichkeiten 🙂

Ich bin auch der Meinung, dass die Welt der Bücher noch so ziemlich die einzige ist, in der wir uns noch frei bewegen können (zumindest bis der Kampf um eine Veröffentlichung beginnt). Da wäre ich auch schon beim letzten Punkt, der mich wirklich nervt. Warum ist es heutzutage so verdammt schwierig ein Buch zu veröffentlichen? Warum bekommt ein Autor für sein veröffentlichtes Buch nur 1 Euro, wenn der Verlag es für 15,00 € verkauft? Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von solchen Verträgen, aber wenn ich das höre, was ja lustigerweise sehr selten ist, kommt mir echt die Galle hoch. Wie soll man denn von sowas Leben. Wann soll man sich denn die Zeit nehmen, mehr zu schreiben und sich um seine Leser kümmern, wenn man einen Vollzeitjob, Familie und die Verwirklichung der Eigenen Träume unter einen Hut bringen muss. Der Tag hat nur 24 Stunden. Diese Regelungen und Verhaltensweisen lassen nicht nur Leserherzen brechen, sondern auch Träume platzen!

Wer jetzt nach diesem Beitrag sauer ist oder sich angesprochen fühlt, sollte mal darüber nachdenken warum das so ist! Und nur um das klarzustellen, meine Lieblingsautoren, deren Bücher ich rezensiert habe, sind definitiv von meiner Schimpftirade ausgenommen. Mehr noch sie haben mich sogar, OHNE IHR WISSEN, dazu inspiriert einfach mal die Wahrheit auf euren Bildschirmen auszubreiten.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag. Meiner wird jetzt definitiv leichter 😉

Liebe Grüße, Sandra

©Sandra251

 

 

 

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