Rezension zu „Das Bündnis der Talente – Zwischen zwei Seelen“ Teil 6 der Reihe

Das Bündnis der Talente„Band 6 verzaubert ebenso wie seine Vorgänger mit unverwechselbaren Facettenreichtum 😉 Ein Wahnsinnsmix aus Realität und Fantasy

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.05.2016
Aktuelle Ausgabe : E-Book
Verlag : bittersweet
ISBN: 9783646602135
Seiten: ca. 193

Kosten: 2,99 €

Klappentext:

**Grenzen sind nicht immer dazu da, überschritten zu werden…**

„Das traditionelle Volksfest des »Grenzgangs« steht an und damit eine der größten Herausforderungen für die Armee der Talente. Denn Tausende ausgelassen feiernde Menschen bedeuten für die Dschinn nur eins – ihr persönliches Festmahl. Lediglich Melek wird von den Vorbereitungen ausgeschlossen und mit einer ganz anderen Aufgabe versehen. Sie muss ausgerechnet den einen Dschinn finden, der ihr am gefährlichsten ist, und den Spieß umdrehen: Diesmal soll sie diejenige sein, die ihn verführen wird…“

** So wird es von nun an immer sein: Wir wissen nie, wann wir uns zum letzten Mal in die Augen schauen. **

Ich muss zugeben, dass es mir immer schwerer fällt, diese Reihe zu rezensieren 🙂 . Für mich bedeutet es immer ein Stück weit abzuschließen. Und das will ich eigentlich ganz und gar nicht 😉

Mira Valentin

Mira Valentin ♥

Mira Valentins♥ Schreibstil

ist weiterhin einfach unglaublich, mitreißend und flüssig. Eigentlich könnte man das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ich hingegen zwinge mich zum Schneckentempo, weil ich so wenig Zeit wie möglich ohne die Reihe verbringen möchte. Das klingt total verrückt ich weiß, aber es ist nun mal so *lach*

 

Auch der sechste Teil ist wie eine Reise durch das spannendste Labyrinth der Welt. Man weis genau worauf es hinaus läuft und doch sind die einzelnen Wege dorthin voller Überraschungen, total verzweigt und unvorhersehbar.

Die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander haben sich so unglaublich entwickelt: Sie alle haben eine veränderte Ausstrahlung. die Talente sind immer noch auf Jakob fixiert und erfüllen immer noch ihre Pflicht. Aber in ihren Augen steht ein Glanz, der vorher noch nicht da war. Es ist ein Funke der Revolution, die Erik angezettelt hat. Sie haben angefangen, Dinge in Frage zu stellen. Aber im Grunde schleppt auch fast jeder von ihnen irgendeine Unfähigkeit mit sich herum: Die einen verstehen keine Telepathie, die anderen können kein Small-Think, wieder andere verlieren ihr Talent, sind komplett unbrauchbar als Liebestöter und verstricken sich in ihren eigenen zweideutigen Visionen. Sie sind talentiert und dennoch in all den Teilen der Reihe einfach großartig menschlich geblieben.

Alle bis auf Mike vielleicht. Nachdem seine wahre Identität enthüllt wurde bringt er einen

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Foto by Shutterstock

Hauch mehr … höhere Macht… mit ein. Der Umgang mit ihm hat sich auch sehr verändert, er bekommt nun mehr Respekt aber auch mehr Misstrauen. Genau wie bei Sylvia ist weiterhin unklar auf welcher Seite die beiden stehen und ob sie vielleicht ganz eigene Ziele verfolgen…

 

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Jakob mochte ich anfangs nur sehr wenig, weil er unnahbar und undurchschaubar war. Er hat sich nicht komplett verändert, aber er ist weicher geworden und weniger wie ein programmierter Soldat. Er glaubt mittlerweile mehr an Melek als sie selbst, sorgt sich um alle, was nicht nur Melek, sondern auch mir als Leserin gut tut, und er wirkt wie ein Fels in der Brandung, trotz der ein oder anderen Fehlentscheidung – die Bürde eines Anführers.

 

Auch zwischen Tina, Joshua und Henry hat sich in den letzten Wochen etwas geändert und die Wettläuferin steckt nun in einer ähnlichen Situation wie anfangs Melek. Es ist immer noch keine Freundschaft entstanden, aber eine leichte Art der Zuneigung und des Verständnisses füreinander zwischen Melek und Tina ist schon fast greifbar.

Melek wohnt mittlerweile bei Anastasia, da sie nicht mehr nach Hause kann. Die beiden lesen viel oder besser gesagt, liest Melek Anastasia vor. Melek ist ein unglaublich guter Mensch und ihrer Meinung nach ist es das Mindeste was sie, als ihre neue Mitbewohnerin, tun kann.

Sie selbst entwickelt sich ebenfalls ständig weiter. Für mich war sie schon immer ein ganz wundervoller Mensch, der mir selbst sehr ähnlich ist. Ich weiß nicht woran es liegt, an meiner Empathie oder an einem unglaublichen Zufall, aber eigentlich ist es auch egal. Nicht alles muss man erklären können. Ich finde Melek ist auch in „Zwischen zwei Seelen“ wieder unglaublich stark. Die hat ihr Zuhause verloren, Erik ist seit Wochen in der Gefangenschaft der Dschinn und Levian erreicht sie nur noch in ihren Träumen. Ständig muss sie aufpassen, nicht ihren Eltern zu begegnen, obwohl diese zum Greifen nah sind. Außerdem will Mahdi, der türkische General sie endgültig vernichten und an ihrem Schicksal als Faun führt kein Weg mehr vorbei, wenn sie sämtliche Leben retten will. Aber Melek steht immer noch aufrecht!

Erik

Ollyy/Shutterstock

Erik ist mittlerweile bereits seit fünf Wochen in der Gefangenschaft von Nayo. Sein Zustand hat sich so sehr verschlechtert, dass seine Gefängniswärterin bereits Angst hat, Melek könnte bei seinem Anblick ordentlich Ärger machen. Aber nach ihrem ausgehandelten Besuch, beginnt Erik wieder Lebenswillen zu schöpfen. Er lernt türkisch, trainiert und bereitet sich darauf vor, sich den Dschinn und vor allem Mahdi zu stellen. Auch er ist einfach unglaublich und immer noch unverändert ein wahrer Traummann♥

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Foto:puhhha/shutterstock

Ich mag Nayo tatsächlich, Mira hatte es schon voraus gesehen und hatte recht. Es ist schön, einem anderen Dschinn zu begegnen und mehr über ihre Art zu erfahren. Außerdem legt sie dieselbe sympathische, emotionale Art wie Levian an den Tag. Wer Levian mag, mag also auch Nayo 😉 

 

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Foto: Kiuikson/Fotalia

Zu Levian: „Wenn ich an meinen Dschinn denke, dann sehe ich ihn immer als den feurigen Hengst vor mir, als den atemberaubenden Mann mit der Bronzestimme, als einen riesigen Zähnefletschenden Wolf. Und nun hat mein zerstörerischer Schwur ihn in eine Lage gebracht, die nichts mehr mit alldem zu tun hat. Der Schmerz den ich Levian zumute, ist schlimmer als alles andere. Niemand leidet so schrecklich wie er. Meine Seele schreit aus tiefster Verzweiflung: Nein!“

 

Ich weiß mittlerweile, wie es sich anfühlt, von meinem Anführer weggerissen zu werden. Ich weiß auch, was mit mir passiert, wenn ich von Erik getrennt werde. Wie sehr würde es wohl schmerzen, wenn mein Seelenzwilling zu Staub zerfällt? Das darf auf gar keinen Fall passieren. Dabei denke ich nicht an die Schmerzen, die ICH erleiden könnte“ (Text: Carlsen/Mira Valentin)

Der abschließende Teil von „Das Bündnis der Talente“ ist wieder absolut atemberaubend und im Herzen ein Volltreffer.

13151797_1597477327235064_9027542161679962473_n.pngWir begleiten die Talente auf das traditionelle hessische Volksfest, den Grenzgang. Dieser ist so unglaublich gut beschrieben, dass ich auf jeden Fall zu 100% bereit bin 2020 selbst teilzunehmen.

Außerdem gibt Mira Valentin den Talenten die Gelegenheit, als die Guten dazustehen, die sie sind. Im Normalfall begegnen die Menschen, aufgrund ihres Alibis, den Talenten mit Vorurteilen, aber das was Tina und Joshua gerade erleben, ist für ein Talent so ungewöhnlich wie ein ganzer Sommer ohne Dschinn und für mich als Leserin einfach absolut faszinierend.

Zusätzlich macht Mira auf wichtige Themen wie Völkervereinigung und weit verzweigte Stammbäume aufmerksam. Sie stellt auch klar, dass Rassismus immer eine Frage der Einstellung und eine Frage der Betrachtungsweise ist Und was am aller wichtigsten ist, es ist nicht ok, jemanden aufgrund seiner Herkunft zu verurteilen!

Außerdem wird niemand vergessen. Jeder der Protagonisten findet wieder seinen Platz und kleine Stellen zum Lachen, die die Stimmung auflockern und den Schreibstil noch angenehmer machen, gibt es auch wieder ( z.B. „Wir sind von Jackass“ oder Joshuas Taubheit für Finns Anklopfen, lustig verdrehte Liebesbotschaften und Sylvias neuer Job als Familientherapeutin.)

Das Ende des zweiten Taschenbuches bzw. des sechsten Teils der Reihe ist fantastisch geschrieben. Ein bunter Gefühlscocktail mit einem mehr oder weniger guten Nachgeschmack 😉

und jetzt zieht euch warm an, denn am 08.06.2016 ziehen wir in den Krieg 😉 denn dann erscheint Teil 7 der Reihe und der erste von „Der Krieg der Talente

©Sandra251

Hinweis: Diese Rezension enthält Textauszüge aus dem Buch von Mira Valentin, diese Textstellen wurden entsprechend markiert und unterliegen dem ©Carlsen Bittersweet/Mira Valentin

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