Rezension zu „Herz aus Gold und Asche“ von Katja Ammon

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An sich ein schönes Buch, für meinen Geschmack aber zu oberflächlich und lückenhaft. Das Ende war enttäuschend

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.07.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.07.2016
  • Verlag : Planet!
  • Fester Einband 336 Seiten
  • Kosten: E-Book 11,99 €, gebundene Ausgabe 16,99 €

 

 

Klappentext:

„Elin kann es nicht fassen! Ohne große Anstrengung ergattert sie ihren Traumjob in einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Nicht nur, dass sie in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters tritt, nein, mit der Forschung kann sie möglicherweise ihrem schwerkranken Bruder helfen. Allerdings ist es nicht einfach, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, seit sie dort Esra begegnet ist. Er sieht umwerfend aus und ist unglaublich charmant, aber irgendetwas scheint er vor ihr zu verbergen. Und jeder Schritt in seine Richtung treibt Elin mehr in die faszinierende sowie gefährliche Welt einer längst vergessenen Legende. Bis sie sich entscheiden muss: Wen soll sie retten – ihren Bruder oder ihre große Liebe?“

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe etwas anderes erwartet. Der Klappentext ist zwar nicht direkt irreführend, aber dennoch lässt er nicht erahnen um was es in diesem Buch geht.
Katja Ammon hat versucht ein sensibles Thema wie die Krebsforschung mit historischer Fantasy zu vereinen. Für mich ist das nicht besonders gut gelungen, schon fast etwas geschmacklos. Wer selbst betroffen ist oder Betroffene kennt, wird verstehen wie ich das meine. Es wird Hoffnung auf ein Heilmittel für alle Krebsarten geschürt, die total enttäuscht. Das ist aber reine Ansichtssache, ich bin vielleicht einfach nur zu sensibel für dieses Thema. Dem Leser sollte auf jeden Fall klar sein, dass es sich um ein Fantasy Buch handelt. Dann ist die Sichtweise  und die Erwartung schon mal ganz anders als sie es bei mir war. Für mich prallen zwei Welten aufeinander, und zurück bleibt das Gefühl ein Buch gelesen zu haben das ok ist, aber mehr auch nicht.
Als Schauplatz hat die Autorin Basel gewählt, dessen Stadtwappen ein Basilik ziert. Den Ansatz finde ich gut, aber leider ist die Ausführung schlecht. Die Beschreibungen von diesen Ort sind oberflächlich, so dass es auch jeder andere Ort hätte sein können. Ich finde das sehr schade, obwohl im Gegensatz dazu die Beschreibungen der Untergrundwelt wieder gut gelungen sind.
Man merkt sehr deutlich, woran das Herz der Autorin liegt.
Auch die Beschreibung der Basiliken fand ich irritierend, einerseits weißt sie auf den Basilisken aus Harry Potter hin und dann ist immer wieder etwas von Federn zu lesen….hmmm… ich komme damit irgendwie gar nicht klar. Der Vergleich mit Harry Potter, hat meine Vorstellungskraft irgendwie zerstört.
Wie kann man einen Basiliken der so ähnlich aussieht, wie das Vieh, dass Harry fast getötet hätte, als schön bezeichnen oder sogar lieben?
Das Cover finde ich schön und es hat sofort mitsamt den Titel meine Aufmerksamkeit erregt, dennoch passen die Farben nicht zum Buch. Passender wäre es gewesen, wenn es schwarz statt dunkelblau wäre, weil sehr oft auf die Farben schwarz und gold hingewiesen wird. Auch der Titel passt nicht ganz, weil es inhaltlich nichts gibt, dass auf  Asche hinweist. Herz aus Gold und Stein, wäre vll. passender gewesen.
Viele der Szenen musste ich mehrmals lesen, weil ich oft das Gefühl hatte, plötzlich den Schauplatz zu wechseln. Der Moment in dem man den Kopf schief legt und denkt: Hä?, nochmal liest und beschließt nicht weiter drüber nach zu denken.
Ein Buch braucht nicht immer ein Happy End, aber ein Ende das den Leser doch wissen lässt, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Der Krebskranke Nico ist immer noch krebskrank, Lösungen wurde zwar besprochen, aber werden die Pläne auch in die Tat umgesetzt. Wohin ist die Tante verschwunden… „Herz aus Gold und Asche“ ist einfach vorbei. Der Kampf ist zwar überstanden, Protas erholen sich wieder, aber es bleiben zu viele Fragen unbeantwortet
Mein Fazit: Das Buch hat ein wunderschönes Cover und eine gute Idee, ist aber leider, für meinen Geschmack, zu oberflächlich geschrieben, vor allem bei so einem sensiblen Thema. Mir fehlen das Gefühl mitgerissen zu werden und mich in dem Buch zu verlieren und somit auch die Tiefgründigkeit der Geschichte. Fantasy und Realität wurden für mich nicht gut genug miteinander vereint und das Ende enttäuscht. Einiges wahr irritierend und lückenhaft durch das Tempo. Der Klappentext verrät eigentlich nichts über den Inhalt. . Ich werde es nicht nochmal lesen, aber kann es dennoch empfehlen, weil es angenehm geschrieben und somit ein schönes Buch für Zwischendurch ist.
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