Rezension zu „Cowboys am Nordpol oder der Tag des hässlichen Hundes“ von Kerstin Ruhkieck

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Eine Geschichte wie aus den wahren Leben, die genau deswegen so berührt

  • Aktuelle Ausgabe : 01.08.2016
  • Verlag : Drachenmond-Verlag
  • ISBN: 9783959914147
  • Flexibler Einband 180 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Kosten: 12 Euro

 

Klappentext:

Vielleicht hätte sie ihn einfach springen lassen sollen … Niemand liebt Jakob Pol. Auch die „unsichtbare“ Nora Nord nicht. Warum sollte sie auch? Jakob ist ein überheblicher Einzelgänger, der immerzu Cowboystiefel trägt und irgendwie alles Scheiße findet. Doch als er sich vom Schuldach stürzen will, behauptet sie, in ihn verliebt zu sein, um sein Leben zu retten. Warum auch immer. Ganz blöde Idee. Denn Jakob entscheidet, dass sie von nun an zusammen sind, wie ein richtiges Paar. Und irgendwie kommt Nora aus der Nummer nicht wieder raus. In der Schule beginnen die „wir-glotzen-Nora-an“-Tage und Jakob lässt keine Gelegenheit aus, ihr das Leben zur Hölle zu machen. Genau das, was Nora in ihrem verkorksten Leben gerade braucht. Doch dann, … ja dann kommt der Tag des hässlichen Hundes, der irgendwie alles verändert. Wer ist Jakob wirklich? Ein Anti-Märchen.“


In ihrem Buch, mit dem humorvollen Titel „Cowboys am Nordpol oder der Tag des hässlichen Hundes“ erzählt Kerstin Ruhkieck die Geschichte von Nora Nord und Jakob Pol. Der Schreibstil ist direkt und unverhohlen und nachvollziehbar. Einige Szenen haben mich zum weinen gebracht, weil sie sehr genau zeigen, wie gemein und oberflächlich Menschen zueinander sein können und doch finde ich es einfach großartig, dass Kerstin eine Geschichte festgehalten hat, die vermutlich jedem dritten auf dieser Welt in seiner Schulzeit passieren könnte – eine Geschichte wie aus dem wahrem Leben eben 🙂

Jakob Pol ist ein Schönling der beliebt aber absolut unnahbar ist. Im Gegensatz zu ihm versucht Nora jeden Tag zu überstehen und mehr oder weniger unscheinbar zu bleiben. Eines Tages fordert das Schicksal die beiden heraus und deren Wege kreuzen sich. Obwohl Nora Jakob nicht leiden kann, fühlt sie sich verpflichtet Jakob das Leben zu retten und dieser sieht das, zu Noras bedauern, als Anfang ihrer Beziehung. Von da an beginnt Noras Leben auch bergab zu gehen. Jakob behandelt sie dermaßen schlecht, dass man sich wirklich denkt, warum er das ganze nicht einfach beendet.

Nora finde ich sehr sympathisch, denn obwohl Jakob sie quasi wie Dreck behandelt, wächst sie an der Beziehung. Sie wird stärker, entwickelt mehr Selbstbewusstsein und beginnt zu erkennen was sie eigentlich vom Leben will.

Mobbing ist nicht in Ordnung, das ist absolut keine Frage, aber ich bewundere Menschen, die nicht einknicken sondern daran wachsen.

„Jakob war ein Opfer der Gesellschaft, die ihn umgeben hatte. Er war ein gequälter, verzweifelter und hilfloser Mensch, der nur etwas wärme brauchte, und Verständnis dafür, warum er so war. Und wenn es das einzige war, was Nora noch für ihn tun konnte, dann würde sie es auch machen – ihn verstehen.“
Ich finde, dieses Zitat sehr wichtig, denn es fasst sehr gut zusammen, was wahrscheinlich in den meisten Mobbern oder Menschen wie Jakob Pol vorgeht. Wenn man sich diese Zeilen zu Herzen nimmt, fällt doch einiges leichter 😉

Nach und nach klärt sich im Buch auf, warum Jakob an etwas festhält, das ihm selbst genau so wenig zu gefallen scheint wie Nora. Beide Protagonisten entwickeln sich weiter, verarbeiten vergangenes und finden ihre eigenen Lebenswege. Und Cowboys am Nordpol Oder Der Tag des hässlichen Hundes, lehrt, dass sich Geduld und ein Blick hinter die Fassade oft lohnen kann. Das Leben ist nicht leicht, doch aus allen noch so schlimmen Erlebnissen und Ereignissen können wir lernen und wachsen und am Ende wird auf die ein oder andere Weise immer alles irgendwie gut 😉

Vielen Dank für dieses Buch Kerstin Ruhkieck!

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